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Erkrankungen

 

Inhaltsverzeichnis:

 

 

 

 

 

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Bakterielle Infektionen

Ursachen:

  • vorzeitiger Blasensprung
  • Infektion der Mutter
  • Frühgeborene und kranke Neugeborene

Einzelne Organe können betroffen sein (Pneumonie) oder ganzer Organismus (Sepsis).

häufigste Erreger:

  • B-Streptokokken
  • gram- Erreger

Symptome:

  • erfahrener Neugeborenenschwester „gefällt Kind nicht“!
  • blass-graue Haut
  • schlaffe Muskulatur
  • Trinkunlust
  • Erbrechen
  • Ikterus
  • Fieber oder Untertemperatur
  • Leber- und Milzvergrößerung
  • Atemprobleme u.v.a.

Diagnostik:

  • Blutbild, CrP o Blutkultur, bakteriologische Abstriche

Therapie:

  • Antibiotika
  • Inkubatorpflege
  • Infusionstherapie

weitere bakterielle Infektionen:

  • Pyodermien (Hauteiterungen)
  • Mastitis neonatorum
  • Nabelinfektionen
  • Bindehautentzündung

 

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Virusinfektionen

  • Herpessepsis
    • bei Herpes genitalis der Mutter
    • Therapie: Aciclovir
  • Hepatitis B
    • bei Erkrankung der Mutter mit Hepatitis B
    • Neugeborenes wird am ersten Lebenstag passiv und aktiv geimpft
  • HIV:
    • Infektionsrate beträgt 25%
    • Mütter dürfen nicht stillen
  • Varizellen (Windpocken)
    • Gefahr, wenn Mutter wenige Tage vor oder nach der Geburt an Varizellen erkrankt
    • Therapie: Aciclovir und Terminierung der Geburt

 

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Soor (Pilzinfektion)

Symptome:

  • weißer Belag auf Zunge und Mundschleimhaut
  • Ausschlag im Windelbereich

Therapie:

  • Antibiotika als Lösung, Gels und Salben

 

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Melaena neonatorum

Ursache:

  • Vitamin-K-Mangel führt zu einer Blutungsneigung

Symptome:

  • blutige (schwarze) Stühle
  • blutiger Urin
  • Hautblutungen
  • Nabelblutungen
  • Hirnblutungen

Therapie:

  • Vitamin K Prophylaxe:

Erkrankung mit ähnlichen Symptomen:

  • Melaena spuria:
    • Kind hat unter der Geburt Blut verschluckt
    • Erbrechen von Hämatin, Absetzen schwarzer Stühle
    • Nachweis im Labor
    • ist ungefährlich

 

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Gastroenteritis (Brechdurchfall)

Ursache:

  • Infektionen des Magen-Darm-Traktes, meist durch Viren
    • Rotaviren, Adenoviren, Norwalkviren
  • oder durch Bakterien
    • Salmonellen, Campylobacter, Yersinien, Escherichia Coli, Shigellen

Übertragung in der Regel durch Schmierinfektionen, Aufnahme der Erreger mit Nahrung

Symptome:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Fieber

Gefahr:

  • zu hoher Wasserverlust
  • Verschiebung im Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt
  • je jünger das Kind, desto schneller drohen diese Gefahren
Flüssigkeitsverlust (entspricht etwa Gewichtsverlust bis 5% 5-10% Prätoxikose über 10% Toxikose
Verhalten Unruhe, durstig verlangsamt, schwach somnolend, Kuss-Maul-Atmung
Tugor (Spannung der Haut) normal bis leicht reduziert deutlich reduziert stehende Hautfalte
Augen normal bis leicht haloniert haloniert tief liegend, seltener Lidschlag
Fontanelle im Niveau eingesunken deutlich eingesunken
Urinausscheidung normal, wenig reduziert reduziert stark reduziert

Therapie der Gastroenteritis:

  • Flüssigkeitsverlust bis 10%
    • Beginn mit oraler Rehydratation, d.h. spezielle Glukose-Elektrolyt-Lösung trinken lassen
  • Flüssigkeitsverlust über 10% oder wenn orale Rehydratation nicht gelingt nicht
    • Infusionstherapie
  • nach Rehydratation Kostaufbau über Diät z.B.:
    • Karotten-Reis-Schleim (KRS)
    • Heilnahrung
    • Wasser-Kartoffelbrei
    • Möhren u.a.
  • Antibiotika sind sehr selten notwendig

 

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Hyperplasie der Rachen- und Gaumenmandeln

  • Ausdruck des reaktiven Immunsystems im Kindesalter
  • Hyperplasie: Vergrößerung eines Organs

Rachenmandelhyperplasie = Adenoide (Polypen) führen zur chronisch behinderten Nasenatmung

Symptome:

  • näselnde Atmung
  • Schnarchen
  • gehäuft Infekte der oberen Atemwege, der Nasennebenhöhlen und Ohren
  • wegen ständiger Mundatmung oft dümmlicher Gesichtsausdruck

Therapie:

  • operative Entfernung

Gaumenmadnelhyperplasie = Tonsillenhyperplasie

  • ist nur in ausgeprägten Fällen von Krankheitswert, z.B. wenn Atmung behindert oder Tonsillen ständig entzündet sind

Therapie:

  • operative Entfernung

 

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Tubenmittelohrkatarrh (TMK)

Zwischen Nasen-Rachen-Raum und Mittelohr gibt es eine Verbindung (Tuba auditiva), die der Belüftung des Mittelohrs dient. Ist die Verbindung im Rahmen eines Infektes oder durch Adenoide verlegt, kann das Mittelohr nicht belüftet werden. Die vorhandene Luft wird absorbiert und es entsteht ein Unterdruck.

Symptome:

  • Druckgefühl auf Ohren
  • Schwerhörigkeit

Therapie:

  • abschwellende Nasentropfen
  • evtl. Parazentese (Schnitt ins Trommelfell)

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Akute Mittelohrentzündung (Otitis media)

Ursache:

  • aufsteigende Infektionen des Nasen-Rachen-Raumes über Tuba auditiva im Mittelohr

Symptome:

  • stark reduzierter Allgemeinzustand
  • Ohrenschmerzen
  • Fieber
  • z.T. Schwerhörigkeit

Diagnose:

  • Otoskopie

Therapie:

  • Antibiotika
  • abschwellende Nasentropfen
  • fieber- und schmerzsenkende Medikamente

 

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Rhinitis (Schnupfen) bei jungen Säuglingen

Junge Säuglinge sind auf Nasenatmung angewiesen, dabei stellt der Schnupfen eine starke Beeinträchtigung dar. Er führt zu Atemnot und Trinkschwierigkeiten.

Therapie:

  • abschwellende Nasentropfen
  • besonders vor den Mahlzeiten

 

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Pseudokrupp

Ursache:

  • entzündlich bedingte Einengung des Kehlkopfes
  • meist durch Viren ausgelöst

Symptome:

  • Stridor
  • bellender Husten
  • Heiserkeit
  • z.T. Fieber
  • in schweren Fällen Einziehungen am Brustkorb, Zyanose

Therapie:

  • Inhalation mit abschwellenden Medikamenten (Epinephrin), kalte Luft
  • Prednisolon (Zäpfchen, Injektionen)
  • Kinder beruhigen (nicht von Mutter trennen, Medikamente)
  • selten Sauerstoff notwendig
  • seltenst Beatmung

 

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Akute Bronchitis

  • häufige Erkrankung bei Kindern
  • zu 90 % durch Viren ausgelöst

Symptome:

  • Husten
  • evtl. Fieber
  • pathologischer Auskultationsbefund

Therapie:

  • Sekretolytika (schleimlösende Medikamente)
  • Kochsalzinhalationen
  • ggf. fiebersenkende Medikamente
  • Antibiotika nur bei bakterieller Superinfektion

 

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Pneumonie (Lungenentzündung)

Entzündung bis in die Alveolen

Erreger:

  • anfangs oft Viren, im Verlauf z.T. bakterielle Superinfektion
  • mitunter auch gleich Bakterien (z.B. Pneumokokken)
  • Sonderstellung nehmen Mykoplasmen und Clamydien ein
  • Sonderform:
    • Aspirationspneumonie
  • Formen:
    • Bronchopneumonie - besonders Säuglinge und Kleinkinder
    • Segment- oder Lobärpneumonie - besonders ältere Kleinkinder und Schulkinder
    • Interstitielle Pneumonie

Symptome:

  • Verminderung des Allgemeinzustandes
  • blasses Mund- und Nasendreieck
  • Husten
  • Fieber
  • Tachypnoe
  • in schweren Fällen Zyanose
  • Einziehungen am Thorax
  • Bauchschmerzen
  • Nasenflügeln

Diagnostik:

  • pathologischer Auskultationsbefund
  • erhöhte Entzündungszeichen im Blut
  • pathologischer Röntgenbefund

Therapie:

  • Antibiotika
  • Sekretolyse (Medikamente, Inhalation, physiotherapeutische Maßnahmen)
  • Fiebersenkung
  • Oberkörper-Hochlagerung, Frischluft
  • ggf. Infusionstherapie, Sedierung, O2

 

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Asthma bronchiale

Ursache:

  • chronische rezidivierende Verengung der Atemwege durch Überempfindlichkeit des Brochialsystems auf vielfältige Reize

Häufigkeit:

  • 3-4 % aller Kinder

Symptome:

  • Ausatmung ist verlängert und erschwert - Giemen
  • Einziehungen am Brustkorb
  • im akuten Anfall sitzt Pat auf Bett und ringt nach Luft #

auslösende Reize:

  • Pollen, Hausstaub, Tierhaare u.v.a. Allergene
  • Virusinfekte
  • Zigarettenrauch
  • Kälte
  • körperliche Belastung

Auslöser muss ermittelt werden

Therapie:

  • möglichst auslösende Reize meiden
  • evtl. Hyposensibilisierung (Pollen)
  • entzündungshemmende Medikamente (Glukokordikoide) zum Inhalieren
  • brochialerweiternde Medikamente
  • Physiotherapie
  • Kuren

 

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